Ein gutes Gaming-Headset muss heutzutage längst nicht mehr nur ordentlich klingen. Spieler erwarten eine möglichst verzögerungsfreie Funkverbindung, hohen Tragekomfort, eine verständliche Mikrofonübertragung und im Idealfall eine Akkulaufzeit, die nicht bereits nach wenigen Gaming-Abenden zur nächsten Ladepause zwingt. Wer zusätzlich noch eine aktive Geräuschunterdrückung und unterschiedliche Verbindungsmöglichkeiten sucht, landet allerdings schnell bei deutlich teureren Modellen. Genau hier möchte OXS mit dem Storm A2 punkten.
Das kabellose Gaming-Headset verspricht ein vielseitiges Gesamtpaket, das sowohl am PC als auch an Konsolen und mobilen Geräten überzeugen soll. Neben einer 2,4-GHz-Funkverbindung und Bluetooth bietet es eine USB-Anbindung, verschiedene Klangmodi und sogar Active Noise Cancelling. Besonders interessant ist außerdem die versprochene Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden. Doch wie viel Gaming-Headset steckt tatsächlich im OXS Storm A2? Kann der vergleichsweise unkomplizierte Aufbau mit deutlich teureren Konkurrenten mithalten oder müssen Spieler bei Klangqualität und Ausstattung größere Kompromisse eingehen?
Schlichtes Design trifft auf hohen Tragekomfort
Beim ersten Kontakt mit dem OXS Storm A2 wird schnell deutlich, dass der Hersteller seinen Schwerpunkt nicht auf besonders luxuriöse Materialien gelegt hat. Wer auf Metallbügel, aufwendig verarbeitete Aluminiumkomponenten oder ein besonders hochwertiges Premium-Finish hofft, dürfte zunächst etwas enttäuscht sein. Das Gehäuse besteht größtenteils aus Kunststoff. Dieser wirkt zwar vergleichsweise einfach, ist aber ordentlich verarbeitet und erfüllt seinen Zweck. Gleichzeitig bringt die Materialwahl einen entscheidenden Vorteil mit sich: das geringe Gewicht. Mit rund 290 Gramm gehört das Storm A2 zu den angenehm leichten Vertretern seiner Klasse. Gerade bei einem Gaming-Headset ist das wichtiger, als es zunächst erscheinen mag. Schließlich werden solche Geräte häufig mehrere Stunden am Stück getragen, sei es während einer ausgedehnten Multiplayer-Session oder beim gemütlichen Spielen am Abend.

OXS kombiniert das geringe Gewicht mit einem weich gepolsterten Kopfbügel und Ohrpolstern aus Memory-Schaum. Diese passen sich angenehm an die Kopfform an und verteilen den Druck gleichmäßig. Dadurch sitzt das Headset sicher, ohne unangenehm auf den Kopf zu drücken. Selbst während längerer Spielsessions bleibt der Tragekomfort überzeugend. Auch die Ohrmuscheln bieten eine angenehme Polsterung, sodass das Storm A2 insgesamt einen guten Eindruck hinterlässt. Etwas weniger durchdacht wirkt dagegen die Positionierung des abnehmbaren Mikrofons. Dieses sitzt vergleichsweise weit unten an der Ohrmuschel und muss relativ stark gebogen werden, um eine sinnvolle Position vor dem Mund zu erreichen. Das ist kein gravierendes Problem, wirkt aber unnötig umständlich. Gerade bei einem Headset, das ausdrücklich für die Kommunikation während des Spielens entwickelt wurde, hätte eine etwas bessere Platzierung nicht geschadet.
Drei Verbindungsmöglichkeiten für unterschiedliche Geräte
Eine der größten Stärken des OXS Storm A2 ist seine Vielseitigkeit. Das Headset bietet gleich drei unterschiedliche Möglichkeiten, eine Verbindung herzustellen. Neben einer kabelgebundenen Nutzung über USB stehen Bluetooth und eine drahtlose 2,4-GHz-Verbindung zur Verfügung. Dadurch lässt sich das Storm A2 flexibel mit unterschiedlichen Geräten kombinieren. Für Smartphones und andere mobile Geräte bietet sich Bluetooth an. Wer dagegen am PC oder an einer kompatiblen Konsole spielt, dürfte bevorzugt zur 2,4-GHz-Funkverbindung greifen. Diese arbeitet mit einer besonders geringen Latenz. Das bedeutet, dass Bild und Ton weitgehend synchron bleiben und wichtige Geräusche ohne störende Verzögerung wiedergegeben werden.
Gerade bei schnellen Shootern ist das entscheidend. Schließlich möchte niemand einen Schuss erst dann hören, wenn die entsprechende Aktion auf dem Bildschirm längst abgeschlossen ist. Eine besonders praktische Idee steckt im mitgelieferten Funkdongle. Dieser besitzt zunächst einen gewöhnlichen USB-A-Anschluss. Bei Bedarf lässt sich das Gehäuse allerdings auseinanderziehen, wodurch ein USB-C-Anschluss zum Vorschein kommt. Das ist eine erfreulich unkomplizierte Lösung. Moderne Notebooks und MacBooks verzichten schließlich zunehmend auf klassische USB-A-Anschlüsse. Mit dem Storm A2 muss deshalb nicht zwangsläufig ein zusätzlicher Adapter verwendet werden. Einmal verbunden, funktioniert die Nutzung weitgehend problemlos. Das Headset verlangt keine aufwendige Einrichtung und lässt sich schnell in Betrieb nehmen.
Bedienung ohne Software und unnötigen Schnickschnack
Die wichtigsten Funktionen werden direkt am Headset gesteuert. Dafür befinden sich mehrere kleine Tasten an der Unterseite der Ohrmuscheln. Über diese lassen sich unter anderem Lautstärke, Ein- und Ausschalten, ANC, Equalizer-Modi und die Stummschaltung des Mikrofons kontrollieren. Die Tasten vermitteln allerdings kein besonders hochwertiges Druckgefühl. Der Druckpunkt wirkt teilweise etwas schwammig und könnte deutlicher ausfallen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit funktioniert die Bedienung trotzdem zuverlässig. Die Funktionen sind sinnvoll verteilt und lassen sich auch während des Spielens erreichen.
Auf eine zusätzliche Software oder Smartphone-App verzichtet OXS vollständig. Das kann durchaus als Vorteil betrachtet werden. Wer einfach nur ein Headset anschließen und losspielen möchte, muss sich nicht erst durch zusätzliche Programme und Konten arbeiten. Allerdings besitzt diese Entscheidung auch Nachteile. Individuelle Equalizer-Profile lassen sich nicht direkt über eine Herstellersoftware erstellen. Wer den Klang stärker an die eigenen Vorlieben anpassen möchte, muss auf die Möglichkeiten des jeweiligen PCs oder der Konsole zurückgreifen. Gerade für anspruchsvollere Nutzer wäre eine zusätzliche Softwarelösung durchaus interessant gewesen. Schließlich besitzt das Storm A2 mehrere Funktionen, die von einer umfangreicheren Konfiguration profitieren könnten.
So klingt das OXS Storm A2 beim Gaming
Bei der Klangabstimmung bietet OXS zwei unterschiedliche Equalizer-Modi: Standard und Surround. Der Standardmodus liefert die insgesamt ausgewogenere Wiedergabe. Bässe sind deutlich vorhanden, drängen sich aber nicht permanent in den Vordergrund. Die Mitten werden ordentlich dargestellt und sorgen dafür, dass Stimmen sowie viele alltägliche Spielgeräusche verständlich bleiben. Weniger überzeugend fallen die Höhen aus. Diese können teilweise etwas scharf und unangenehm wirken. Besonders bei Musikstücken mit vielen hochfrequenten Elementen macht sich diese Abstimmung bemerkbar. Der Surround-Modus verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Hier wird die Klangbühne erweitert und gleichzeitig werden Bass und Lautstärke angehoben.

Das sorgt für eine deutlich wuchtigere Präsentation, geht allerdings zulasten der Ausgewogenheit. Besonders Mitten und Höhen verlieren etwas an Präsenz. Für Musikliebhaber ist der Standardmodus deshalb in vielen Situationen die bessere Wahl. Wer hingegen hauptsächlich spielt, dürfte mit Surround mehr Freude haben. Gerade actionreiche Titel profitieren von der kräftigeren Abstimmung. Explosionen in Battlefield 6 besitzen ordentlich Druck und vermitteln ein beeindruckendes Gefühl für die Wucht des Geschehens. Gleichzeitig bleiben wichtige Details weitgehend erkennbar. Das ist entscheidend, denn ein Gaming-Headset sollte nicht einfach nur möglichst viel Bass produzieren, sondern auch spielerisch relevante Informationen verständlich wiedergeben.
Räumlicher Klang mit kleinen Schwächen
Besonders interessant ist die räumliche Darstellung. Der Surround-Modus erweitert die wahrgenommene Klangbühne und erleichtert es, Gegner innerhalb einer Spielumgebung zu lokalisieren. Gerade in kompetitiven Shootern kann das einen echten Unterschied machen. Schritte, Schüsse und andere Geräusche lassen sich häufig gut einer bestimmten Richtung zuordnen. Allerdings funktioniert diese Ortung nicht aus jedem Winkel gleich überzeugend. Besonders Geräusche, die direkt hinter dem Spieler entstehen, werden nicht immer mit der gewünschten Präzision dargestellt. Das ist schade, denn gerade bei schnellen Multiplayer-Partien kann eine exakte Positionsbestimmung entscheidend sein.

Trotzdem hinterlässt das Storm A2 beim Gaming insgesamt einen guten Eindruck. Die Kombination aus kräftigen Bässen, ordentlicher Detailwiedergabe und einer breiten Klangbühne funktioniert besonders bei actionreichen Spielen hervorragend. Für Musik ist das Headset dagegen weniger uneingeschränkt empfehlenswert. Hier fallen die etwas scharfen Höhen und die teilweise zurückgenommenen Mitten stärker auf. Das Storm A2 ist somit klar auf Gaming ausgelegt. Wer hauptsächlich spielt und nur gelegentlich Musik hört, dürfte mit der Klangqualität zufrieden sein. Wer dagegen besonders großen Wert auf eine möglichst natürliche und ausgewogene Musikwiedergabe legt, sollte die eigenen Erwartungen etwas zurückschrauben.
ANC und Transparenzmodus als sinnvolle Extras
Neben der Geräuschunterdrückung für das Mikrofon besitzt das Storm A2 auch eine aktive Geräuschunterdrückung für die Kopfhörer selbst. Active Noise Cancelling, kurz ANC, ist inzwischen bei vielen Bluetooth-Kopfhörern selbstverständlich, gehört bei preislich attraktiven Gaming-Headsets aber noch immer nicht durchgehend zur Standardausstattung. Beim OXS Storm A2 funktioniert die Technik vor allem bei tiefen und gleichmäßigen Hintergrundgeräuschen gut. Ein dauerhaftes Brummen wird deutlich reduziert, wodurch sich störende Umgebungsgeräusche während des Spielens besser ausblenden lassen. Bei höheren Frequenzen zeigt das System dagegen seine Grenzen. Gespräche in der Umgebung oder das Klappern einer Tastatur werden nur eingeschränkt unterdrückt. Wer eine vollständige Abschottung von der Außenwelt erwartet, wird deshalb enttäuscht. Für gewöhnliche Störgeräusche erfüllt ANC seinen Zweck aber durchaus.
Eine kleine Nebenwirkung ist zudem eine minimale Veränderung der Klangabstimmung. Bei aktiviertem ANC verlieren die Bässe etwas an Intensität. Das fällt nicht dramatisch aus, kann bei direktem Wechsel zwischen den Modi aber wahrgenommen werden. Zusätzlich bietet das Storm A2 einen Transparenzmodus. Dieser lässt Umgebungsgeräusche bewusst durch und erinnert funktional an entsprechende Lösungen moderner Bluetooth-Kopfhörer. Das kann praktisch sein, wenn man während des Spielens mitbekommen möchte, was in der unmittelbaren Umgebung passiert. Für längere Gespräche ist die Funktion allerdings weniger geeignet. Stimmen wirken etwas unnatürlich und vermitteln nicht das Gefühl, das Headset überhaupt nicht zu tragen. Trotzdem sind ANC und Transparenzmodus sinnvolle Ergänzungen, die den Funktionsumfang des Storm A2 deutlich erweitern.
Fast 38 Stunden trotz ANC und Mikrofon
Ein besonderes Highlight des OXS Storm A2 ist die Akkulaufzeit. Gerade bei kabellosen Gaming-Headsets ist es ärgerlich, wenn nach wenigen längeren Spielsessions bereits wieder das Ladekabel angeschlossen werden muss. Hier zeigt das Storm A2 eindrucksvoll, dass ein vergleichsweise günstiges Headset keineswegs bei der Ausdauer sparen muss. Im Test erreichte das Gerät bei aktivierter Geräuschunterdrückung und durchgehender Mikrofonbelastung eine Laufzeit von beinahe 38 Stunden. Das ist ein hervorragender Wert, insbesondere wenn berücksichtigt wird, dass ANC und Mikrofon gleichzeitig genutzt wurden.
Wer die aktive Geräuschunterdrückung deaktiviert und bei moderater Lautstärke hört, soll laut Hersteller sogar bis zu 70 Stunden erreichen können. Diese Angabe ist als Herstellerwert zu verstehen und wurde unter den genannten Testbedingungen nicht bestätigt. Dennoch zeigt bereits die gemessene Laufzeit von knapp 38 Stunden, dass das Storm A2 eine beeindruckende Ausdauer besitzt. Für viele Spieler dürfte eine einzige Akkuladung problemlos für eine komplette Gaming-Woche reichen. Das macht das Headset besonders alltagstauglich. Man muss nicht ständig darauf achten, wie viel Restkapazität vorhanden ist, sondern kann sich weitgehend auf das Spielen konzentrieren.
Fazit
Mit dem Storm A2 liefert OXS ein vielseitiges Gaming-Headset ab, das vor allem durch seine umfangreiche Ausstattung und eine beeindruckende Akkulaufzeit überzeugt. Bereits beim Tragekomfort macht das Modell vieles richtig. Das vergleichsweise einfache Kunststoffgehäuse wirkt zwar nicht besonders luxuriös, sorgt zusammen mit den weichen Polstern aber für ein angenehm geringes Gewicht. Selbst längere Gaming-Sessions lassen sich dadurch komfortabel absolvieren. Besonders gelungen sind die flexiblen Verbindungsmöglichkeiten. Bluetooth, USB und die latenzarme 2,4-GHz-Funkverbindung machen das Headset zu einem vielseitigen Begleiter für unterschiedliche Geräte. Der clevere USB-Dongle mit USB-A- und USB-C-Anschluss ist dabei eine erfreulich praktische Lösung.
Unterm Strich richtet sich das OXS Storm A2 an Spieler, die ein unkompliziertes, bequemes und vielseitiges Wireless-Headset suchen, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu wollen. Die Kombination aus gutem Gaming-Sound, flexiblen Anschlüssen, ANC und hervorragender Akkulaufzeit macht das Gesamtpaket attraktiv. Wer dagegen besonderen Wert auf eine hochwertige Mikrofonübertragung oder audiophilen Musikgenuss legt, muss einige Kompromisse akzeptieren.

OXS Storm A2
OXS Storm A2-
Sound95/100 The best
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Haptik85/100 Amazing
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Design95/100 The best
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Komfort90/100 Amazing
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Bedienung90/100 Amazing
Positiv
- Hoher Tragekomfort dank Memory-Schaum
- Gute räumliche Darstellung im Surround-Modus
- Effektive Micro-ENC-Geräuschunterdrückung
- Hervorragende Akkulaufzeit
- Hochwertiges Design
Negativ
- Ortung von Geräuschen hinter dem Spieler nicht immer präzise
- Keine eigene Software oder App
- Keine individuell konfigurierbaren EQ-Profile

