Es gibt Raumschiffe in Star Wars, die allein durch ihre Silhouette Ehrfurcht auslösen. Der Millennium Falke gehört zweifellos dazu, ebenso die klassischen Sternenzerstörer des Imperiums. Doch wenn es um schiere Größe, militärische Überlegenheit und eine beinahe schon absurde Machtdemonstration geht, steht ein Schiff über allen anderen: die Executor. Darth Vaders gewaltiges Flaggschiff gehört seit seinem ersten Auftritt in Das Imperium schlägt zurück zu den beeindruckendsten Konstruktionen der gesamten Saga. Mit dem LEGO Star Wars 75457 Executor Super Star Destroyer widmet sich LEGO diesem legendären Schiff nun erneut. Nachdem bereits 2011 mit dem Set 10221 eine monumentale Version erschienen war, geht der Hersteller diesmal noch einen gewaltigen Schritt weiter. Sage und schreibe 6.130 Teile, eine Länge von 136 Zentimetern und ein Preis von 749,99 Euro machen die neue Executor zu einem der ambitioniertesten LEGO Star Wars Modelle überhaupt.
Bereits die Verpackung macht deutlich, dass LEGO mit der Executor in einer anderen Größenordnung unterwegs ist. Das Schiff ist derart lang, dass die Abbildung auf der Vorderseite nicht vollständig Platz findet und sich über zwei Seiten des Kartons erstreckt. Das ist zwar nachvollziehbar, wirkt bei einem derart teuren Sammlermodell aber nicht unbedingt elegant. Im Inneren warten zwei weitere Kartons, insgesamt 54 nummerierte Beutel und vier Bauanleitungen. Die große UCS-Informationstafel liegt separat bei. Besonders erfreulich ist, dass LEGO vollständig auf Aufkleber verzichtet. Sämtliche dekorierten Elemente sind bedruckt, was wir gerade bei einem Set für fast 750 Euro auch erwarten dürfen. Wenn ihr am kompletten Aufbau interessiert seid, schaut euch gerne unsere vierteilige Bautagebuch-Reihe an und macht euch einen schönen Eindruck.
Ein gigantischer Karton und jede Menge Bauarbeit
Der Aufbau beginnt nicht etwa mit der Spitze oder den riesigen Triebwerken, sondern mit der Konstruktion des Präsentationsständers. Dieser bildet gleichzeitig das tragende Fundament des gesamten Raumschiffs. Schon hier zeigt sich, dass LEGO einige interessante technische Entscheidungen getroffen hat. Statt ausschließlich auf einen klassischen Technic-Rahmen zu setzen, entsteht ein massiver zentraler Kern, an dem die weiteren Baugruppen befestigt werden. Die äußeren Bereiche werden durch vergleichsweise leichte Technic-Konstruktionen stabilisiert. Dadurch kann die Executor ihre enorme Breite erreichen, ohne dass die gesamte Konstruktion unnötig schwer wird. Gerade dieser technische Unterbau gehört zu den beeindruckendsten Aspekten des Modells. LEGO muss schließlich dafür sorgen, dass ein über 136 Zentimeter langes Raumschiff dauerhaft stabil bleibt und seine schweren Außenverkleidungen nicht nachgeben.
Sieben Minifiguren und ein Wiedersehen mit den Kopfgeldjägern
Noch bevor wir uns vollständig dem riesigen Schiff widmen, lohnt sich ein Blick auf die Minifiguren. Denn hier hat LEGO ein ausgesprochen attraktives Paket zusammengestellt. Neben Darth Vader sind erstmals sämtliche sechs Kopfgeldjäger aus der berühmten Szene in Das Imperium schlägt zurück gemeinsam in einem Set enthalten. Boba Fett, Bossk, Dengar, IG-88, 4-LOM und Zuckuss bilden damit eine Gruppe, auf die viele Star-Wars-Sammler lange gewartet haben. Darth Vader überzeugt mit detaillierten Drucken auf Oberkörper, Armen und Beinen. Sein zweiteiliger Helm lässt sich abnehmen, wobei der untere Halsbereich an der Figur verbleibt. Darunter kommt das vernarbte Gesicht des Sith-Lords zum Vorschein. Natürlich gehört auch sein rotes Lichtschwert dazu.

Boba Fett ist erwartungsgemäß hervorragend umgesetzt. Allerdings gehört er gleichzeitig zu den weniger außergewöhnlichen Figuren des Sets, da LEGO den berühmten Kopfgeldjäger bereits in zahlreichen Varianten veröffentlicht hat. Schön ist immerhin die Rückkehr seines bedruckten Umhangs. Deutlich interessanter fällt Bossk aus. Der trandoshanische Kopfgeldjäger profitiert von zweifarbig gegossenen Armen und Beinen sowie zusätzlichen Drucken. Seine reptilienartige Erscheinung wird dadurch wesentlich detaillierter dargestellt als bei älteren Varianten. Auch Dengar hat einige Verbesserungen erhalten. Die Drucke auf Kopf und Oberkörper wirken feiner und erstmals besitzt diese Variante entsprechend gestaltete Beine. Sein charakteristischer Verband und der kleine Rucksack sind ebenfalls vorhanden.
Besonders gelungen ist IG-88. Der Kopfgeldjäger-Droide verwendet ein speziell gestaltetes Kopfelement und besitzt dank seiner Konstruktion eine deutlich größere Körperhöhe als die menschlichen Figuren. Die Verwendung von Beinen eines Superkampfdroiden funktioniert hier erstaunlich gut. 4-LOM und Zuckuss vervollständigen die Gruppe. Beide Figuren besitzen speziell gestaltete Köpfe und zahlreiche Druckdetails. Besonders die metallisch wirkenden Akzente bei 4-LOM gefallen uns ausgesprochen gut. Eine Figur vermissen wir allerdings schmerzlich: Admiral Piett. Der imperiale Offizier gehörte bereits zum alten Supersternzerstörer von 2011 und hätte auch bei dieser Neuauflage hervorragend gepasst. Gerade weil LEGO die berühmte Brückenszene als separates Diorama integriert, wäre Piett eine sinnvolle Ergänzung gewesen.
136 Zentimeter pure imperiale Überlegenheit
Kommen wir zum eigentlichen Star des Sets. Die fertige Executor ist schlicht gigantisch. Mit einer Länge von 136 Zentimetern, einer Breite von 50 Zentimetern und einer Höhe von rund 20 Zentimetern handelt es sich um das bislang längste LEGO Star Wars Modell. Schon diese Zahlen machen deutlich, wie viel Platz benötigt wird. Auf einem gewöhnlichen Schreibtisch lässt sich die Executor kaum sinnvoll präsentieren. Auch viele handelsübliche Regale sind schlicht zu kurz oder nicht tief genug. Dafür besitzt das Modell eine enorme Präsenz. Die langgezogene, dolchförmige Silhouette gehört zu den bekanntesten Raumschiffdesigns der gesamten Star-Wars-Saga. LEGO nutzt den gewaltigen Maßstab, um die Proportionen wesentlich genauer umzusetzen als beim Vorgänger.

Besonders die Breite fällt auf. Der Supersternzerstörer von 2011 wirkte im Verhältnis zu seiner Länge deutlich schmaler. Die neue Version besitzt eine wesentlich überzeugendere Gesamtform und orientiert sich stärker am ursprünglichen Filmmodell. Auch die unterschiedlichen Winkel der Außenverkleidung wurden sorgfältig umgesetzt. Dadurch entsteht jene charakteristische Pfeilform, die das Schiff bereits aus großer Entfernung unverwechselbar macht. Gerade von oben ist das Ergebnis beeindruckend. Die langen grauen Panzerplatten laufen zur Spitze hin zusammen, während sich in der Mitte die dicht bebauten Aufbauten des gewaltigen Kriegsschiffs erheben. Hier zeigt sich, welchen Vorteil ein derart großer Maßstab haben kann.
Eine technische Meisterleistung unter der grauen Hülle
Die Konstruktion der Executor gehört zu den interessantesten Bauleistungen, die LEGO in den vergangenen Jahren bei seinen großen Star-Wars-Modellen umgesetzt hat. Der bereits erwähnte zentrale Kern übernimmt einen Großteil der Stabilität. Von dort aus werden die äußeren Bereiche durch mehrere Verbindungspunkte getragen. Jede Seite ist an fünf Stellen mit dem Kern verbunden. Das ist wichtig, denn die äußeren Bereiche dienen nicht ausschließlich der optischen Gestaltung. Sie übernehmen tatsächlich eine tragende Funktion. Die großen Außenplatten werden anschließend über verschiedene Clips und Halterungen befestigt. Auf der Unterseite kommen zusätzliche Haken zum Einsatz, die die Verkleidung stabilisieren.

Das funktioniert insgesamt erstaunlich gut. Allerdings ist das Modell selbstverständlich nicht dafür gedacht, regelmäßig gedreht oder auf den Kopf gestellt zu werden. Beim Umdrehen können sich einzelne Verkleidungselemente lösen. Im normalen Ausstellungszustand fällt das dagegen kaum ins Gewicht. Besonders beeindruckend ist die Verbindung aus Stabilität und vergleichsweise schlanker Bauweise. LEGO musste verhindern, dass die Konstruktion unter ihrem eigenen Gewicht nachgibt, ohne die charakteristische Form des Schiffs zu beeinträchtigen. Das ist gelungen.
Die Außenhülle überzeugt mit feinen Strukturen
Die gewaltigen grauen Panzerplatten könnten schnell langweilig wirken. Schließlich besitzt die Executor keine auffälligen Farben oder großflächigen Markierungen. Fast das gesamte Modell besteht aus unterschiedlichen Grautönen. LEGO begegnet diesem Problem mit einer Kombination aus Platten, Fliesen und sichtbaren Noppen. Dadurch entsteht eine abwechslungsreiche Oberflächenstruktur, die an die unzähligen Panzerplatten des Filmvorbilds erinnert. Besonders positiv fallen die schmalen Spalten zwischen den einzelnen Verkleidungselementen auf. Gerade im vorderen Bereich schließen die großen Paneele erstaunlich sauber aneinander an. Hier zeigt sich ein deutlicher Fortschritt gegenüber älteren UCS-Sternenzerstörern.

Allerdings gibt es auch kleinere Schwächen. Rund um die zentralen Aufbauten entstehen stellenweise unschöne Lücken, durch die man auf farbige Technic-Elemente im Inneren blicken kann. Das ist gerade bei einem derart teuren Displaymodell ärgerlich. Besonders störend sind einzelne gelbe Bauteile, die durch Öffnungen sichtbar werden. Hier hätte LEGO problemlos unauffälligere Farben verwenden können. Solche Details fallen zwar hauptsächlich aus bestimmten Blickwinkeln auf, passen aber nicht zum ansonsten hohen Anspruch des Modells.
Die Stadt auf dem Sternenzerstörer
Einer der faszinierendsten Bereiche der Executor ist die gewaltige zentrale Aufbaustruktur. Beim Filmvorbild erinnert dieser Abschnitt beinahe an eine dicht bebaute Stadt. Unzählige Türme, technische Anlagen, Hangars und weitere Strukturen erstrecken sich über das Schiff. LEGO versucht, diese Komplexität mit einer Vielzahl kleiner Elemente einzufangen. Das gelingt größtenteils hervorragend. Besonders die transparent-hellblauen Elemente sorgen für interessante Akzente. Sie stellen die zahlreichen beleuchteten Fenster und technischen Anlagen dar, die auch beim Filmmodell zu erkennen sind. Hinzu kommen 60 speziell bedruckte Fliesen, die zusätzliche Oberflächenstrukturen und Lichtpunkte darstellen.

Die wiederkehrenden Drucke werden in unterschiedlichen Ausrichtungen verbaut, wodurch eine abwechslungsreichere Gestaltung entsteht. Allerdings ist die Detaildichte nicht überall gleich hoch. Während einige Bereiche hervorragend ausgearbeitet sind, wirken andere Abschnitte überraschend schlicht. Gerade im mittleren Bereich fallen zahlreiche gleichmäßig angeordnete Noppen auf. Hier hätte LEGO unserer Meinung nach noch etwas mehr Aufwand investieren dürfen. Auch die Farbgebung ist nicht ganz unproblematisch. Die zentralen Aufbauten verwenden überwiegend Hellgrau. Das entspricht zwar weitgehend dem Filmvorbild, sorgt aber dafür, dass sich die verschiedenen Strukturen optisch nur wenig voneinander abheben. Einige zusätzliche dunkelgraue Elemente hätten möglicherweise für mehr Tiefe gesorgt. Andererseits muss man LEGO zugutehalten, dass die möglichst originalgetreue Umsetzung hier offensichtlich Vorrang hatte.
Die Brücke und die Triebwerke als Blickfang
Im hinteren Bereich nimmt die Detaildichte wieder deutlich zu. Besonders die charakteristische Kommandobrücke ist sofort erkennbar. Die beiden kugelförmigen Schildgeneratoren auf der Oberseite gehören selbstverständlich ebenfalls dazu. Auch die zahlreichen technischen Strukturen rund um die Brücke wurden sorgfältig umgesetzt. Interessant ist dabei die Verwendung umgedrehter Bauelemente. LEGO nutzt stellenweise bewusst die Unterseiten von Steinen, um zusätzliche Strukturen und Vertiefungen zu erzeugen. Das funktioniert besser, als man zunächst vermuten würde.
Die Triebwerkssektion bildet schließlich den Abschluss des gigantischen Modells. Die Anordnung der einzelnen Antriebe orientiert sich am Filmvorbild und überzeugt durch ihre Proportionen. Gerade von hinten sieht die Executor beeindruckend aus. Allerdings zeigt sich auch hier, dass LEGO nicht überall dieselbe Detailverliebtheit an den Tag gelegt hat. Die Bereiche rund um die Triebwerke könnten wesentlich stärker strukturiert sein. Teilweise bleiben größere Flächen mit sichtbaren Noppen zurück, die etwas unfertig wirken. Besonders bei einem Modell dieser Preisklasse hätten wir uns hier mehr kleine technische Details gewünscht.
Die Unterseite ist die größte Enttäuschung
Während die Oberseite größtenteils beeindruckt, fällt die Unterseite deutlich schlichter aus. Natürlich ist die Executor in erster Linie für die Präsentation von oben beziehungsweise aus leicht erhöhter Perspektive gedacht. Trotzdem besitzt das Filmmodell auch auf seiner Unterseite zahlreiche technische Strukturen und Details. LEGO bildet diese nur teilweise nach. Besonders im vorderen Bereich gibt es eine große pfeilförmige Aussparung. Diese ist grundsätzlich korrekt, wirkt beim LEGO Modell aber weniger tief und strukturiert als beim Original.

Auch rund um die Triebwerke fehlen zahlreiche Details. Hinzu kommen sichtbare blaue Technic-Pins, die gerade bei einer Präsentation auf einem hohen Regal auffallen können. Das ist schade. Denn gerade bei einem Set für 749,99 Euro sollte die Gestaltung nicht nur aus dem bevorzugten Betrachtungswinkel überzeugen. Natürlich wäre eine vollständig ausgearbeitete Unterseite mit zusätzlichem Gewicht und einem noch komplizierteren Aufbau verbunden gewesen. Trotzdem hätten einige zusätzliche Verkleidungselemente und eine sorgfältigere Farbwahl bereits viel bewirken können.
Ein kleiner Sternenzerstörer zeigt die wahren Dimensionen
Eine besonders schöne Ergänzung ist der kleine imperiale Sternenzerstörer, der neben der Executor präsentiert werden kann. Das Modell orientiert sich am Maßstab des gewaltigen Flaggschiffs und macht dadurch deutlich, wie gigantisch die Executor innerhalb des Star-Wars-Universums tatsächlich ist. Gerade dieser Größenvergleich funktioniert hervorragend. Ein gewöhnlicher Sternenzerstörer ist bereits ein beeindruckendes Kriegsschiff. Neben der Executor wirkt er plötzlich beinahe winzig. Das kleine Modell besitzt eine eigene Präsentationsbasis und überraschend viele Details.
Die Brücke, die Triebwerke und die charakteristische Keilform wurden gut eingefangen. Allerdings wirkt die Spitze etwas merkwürdig. Die verwendeten Schrägsteine lassen den Bug beinahe eingedrückt erscheinen. Hier hätte LEGO eine elegantere Lösung finden können. Ein besonders schönes Easter Egg befindet sich dagegen an der Rückseite des kleinen Sternenzerstörers. Dort ist auf einer winzigen bedruckten Rundfliese der Millennium Falke dargestellt. Damit spielt LEGO auf jene berühmte Szene aus Das Imperium schlägt zurück an, in der Han Solo sein Schiff am Rumpf eines Sternenzerstörers versteckt. Ein großartiges Detail, das gerade langjährige Star-Wars-Fans freuen dürfte.
Der Preis ist ebenso gigantisch wie das Modell
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 749,99 Euro gehört die Executor zu den teuersten LEGO Star Wars Sets überhaupt. Bei 6.130 Teilen ergibt sich ein durchschnittlicher Teilepreis von ungefähr 12,2 Cent. Das ist für ein großes UCS-Modell nicht vollkommen ungewöhnlich, dennoch handelt es sich um eine enorme Investition. Natürlich bekommt man dafür auch ein außergewöhnliches Modell. Die Executor besitzt eine beeindruckende Größe, eine technisch anspruchsvolle Konstruktion und sieben hervorragend gestaltete Minifiguren. Dazu kommen das separate Brückendiorama, der kleine Sternenzerstörer und die vollständig bedruckten Elemente.
Trotzdem bleibt ein gewisser Beigeschmack. Gerade die weniger detaillierte Unterseite und die sichtbaren farbigen Technic-Elemente fallen bei einem derart hohen Preis stärker ins Gewicht. Hinzu kommt das Platzproblem. Ein Modell mit 136 Zentimetern Länge lässt sich nicht einfach irgendwo unterbringen. Wer die Executor kaufen möchte, sollte deshalb bereits vor dem Aufbau wissen, wo sie später stehen soll. Denn so beeindruckend das fertige Schiff auch ist, ein passender Ausstellungsplatz dürfte für viele Sammler zur eigentlichen Herausforderung werden.
Fazit
Mit dem LEGO Star Wars 75457 Executor Super Star Destroyer hat LEGO eines seiner beeindruckendsten Raumschiffmodelle überhaupt veröffentlicht. Die schiere Größe ist überwältigend. 136 Zentimeter Länge sorgen dafür, dass das fertige Modell eine Präsenz besitzt, die selbst unter großen UCS-Sets außergewöhnlich ist. Besonders die verbesserte Silhouette und die deutlich originalgetreueren Proportionen machen die neue Executor zu einer gelungenen Weiterentwicklung des Modells von 2011. Auch die Konstruktion verdient großes Lob. Der integrierte Präsentationsständer, der massive zentrale Kern und die zahlreichen tragenden Verbindungselemente zeigen, wie viel technischer Aufwand notwendig ist, um ein derart langes LEGO Modell stabil zu halten. Dazu kommt eine hervorragende Minifigurenauswahl.
Erstmals sind alle sechs Kopfgeldjäger aus Das Imperium schlägt zurück gemeinsam enthalten. Zusammen mit Darth Vader und dem separaten Brückendiorama entsteht eine der schönsten Minifigurenpräsentationen innerhalb der Ultimate Collector Series. Besonders die überarbeiteten Figuren von Bossk, IG-88 und 4-LOM gefallen uns ausgesprochen gut. Auch der kleine Sternenzerstörer ist eine gelungene Ergänzung, weil er die gewaltigen Dimensionen der Executor verdeutlicht. Der winzige Millennium Falke ist zudem ein wunderbares Easter Egg. Ganz ohne Kritik bleibt das Modell allerdings nicht. Die zentrale Aufbaustruktur könnte stellenweise detaillierter sein, einige farbige Technic-Elemente sind unschön sichtbar und die Unterseite fällt im Vergleich zur Oberseite deutlich ab. Gerade bei einem Preis von 749,99 Euro sind das Punkte, die wir nicht einfach ignorieren möchten.
Die größte Herausforderung dürfte allerdings der Platzbedarf sein. Die Executor ist so lang, dass sie in vielen gewöhnlichen Regalen schlicht keinen Platz findet. Wer sich dieses Modell ins Haus holt, benötigt deshalb nicht nur ein ordentliches Budget, sondern auch einen geeigneten Ausstellungsort. Trotzdem ist das Ergebnis beeindruckend. LEGO hat mit der neuen Executor ein Raumschiff geschaffen, das die gewaltige Macht des Galaktischen Imperiums hervorragend einfängt. Die technische Konstruktion, die verbesserte Form und die enorme Größe machen das Modell zu einem echten Highlight für erwachsene Star-Wars-Sammler. Ob es dafür tatsächlich 136 Zentimeter gebraucht hätte, ist eine andere Frage. Aber vielleicht passt genau diese Maßlosigkeit auch perfekt zur Executor. Schließlich war Darth Vaders Flaggschiff niemals dafür gedacht, bescheiden zu wirken.

LEGO Star Wars UCS Supersternzerstörer Executor 75457
LEGO Star Wars UCS Supersternzerstörer Executor 75457-
Aufbau85/100 Amazing
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Teilequalität90/100 Amazing
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Endergebnis100/100 The best
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Spaßfaktor95/100 The best
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Preis/Leistung85/100 Amazing
Positiv
- Gigantische 136 Zentimeter Länge
- deutlich verbesserte Proportionen gegenüber dem Vorgänger
- beeindruckende technische Konstruktion
- stabile zentrale Struktur
Negativ
- wenig ausgearbeitete Unterseite
- hätten mehr Minifiguren sein können

