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The Adventures of Elliot: The Millennium Tales Test/Review

Mit The Adventures of Elliot: The Millennium Tales wagt sich Square Enix erstmals an ein vollwertiges Action-RPG im beliebten HD-2D-Stil. Nach Erfolgen wie Octopath Traveler, Triangle Strategy und den zahlreichen Dragon-Quest-Neuauflagen verlassen die Entwickler die gewohnten Pfade der rundenbasierten Rollenspiele und präsentieren ein Abenteuer, das bereits nach wenigen Minuten starke Erinnerungen an klassische Zelda-Titel weckt. Nach mehreren Stunden mit der Vollversion wird jedoch schnell klar, dass The Adventures of Elliot deutlich mehr sein möchte als eine bloße Hommage an Nintendos Abenteuerklassiker. Lest also gerne unseren Test und erfahrt, ob das Ganze etwas für euch ist oder ihr doch lieber noch einmal die Demo antesten möchtet.

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Eine Reise durch Jahrhunderte

Die Geschichte spielt auf dem Kontinent Philabieldia. Während die Menschheit nur noch in wenigen sicheren Gebieten lebt, wird die Welt außerhalb der schützenden Mauern von gefährlichen Kreaturen beherrscht. Der junge Abenteurer Elliot erhält den Auftrag, mysteriöse Ruinen zu erforschen. Gemeinsam mit seiner Feenbegleiterin Faie stößt er dabei auf ein Artefakt, das weit mehr verbirgt als zunächst angenommen. Schon früh deutet sich an, dass Zeitreisen eine zentrale Rolle spielen werden. Die Handlung spannt sich über mehrere Epochen hinweg und verknüpft die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Spielwelt miteinander und bietet dabei sogar mehrere Enden. Ihr müsst also auf viele Dinge achten und mitunter sogar beachten, wie viele Sammelgegenstände ihr im Inventar dabei habt. Zwar hält sich der Beginn des Spiels noch mit großen Enthüllungen zurück, doch die Grundlage für ein spannendes Fantasy-Abenteuer ist definitiv direkt vorhanden und nimmt nach etwas 3-4 weiteren Stunden direkt richtig Fahrt auf.

Zelda-Vergleiche sind unvermeidbar

Wer die ersten Minuten von The Adventures of Elliot erlebt, wird unweigerlich an The Legend of Zelda denken. Elliot schwingt sein Schwert, blockt Angriffe mit dem Schild, nutzt Bomben zur Erkundung und löst Umgebungsrätsel in weitläufigen Dungeons. Das fühlt sich jedoch keineswegs wie eine plumpe Kopie an. Vielmehr gelingt es den Entwicklern, bekannte Elemente mit eigenen Ideen zu kombinieren. Die Kämpfe laufen komplett in Echtzeit ab und wirken angenehm dynamisch. Gegner reagieren auf unterschiedliche Angriffsmuster und belohnen geschicktes Ausweichen sowie präzises Timing. Besonders gelungen ist dabei die Vielfalt der Waffen. Insgesamt stehen sieben unterschiedliche Waffentypen zur Verfügung, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Während Schwerter für direkte Konfrontationen geeignet sind, eröffnen Bögen, Kettenwaffen oder Sicheln völlig neue Möglichkeiten im Kampf und bei der Erkundung.

Die Feenbegleiterin sorgt für frische Ideen

Eine der interessantesten Mechaniken ist Faie, Elliots kleine Feenbegleiterin. Sie dient nicht nur als erzählerischer Begleiter, sondern übernimmt auch wichtige spielerische Aufgaben. Faie aktiviert Mechanismen, sammelt Gegenstände ein und unterstützt bei Rätseln. Besonders clever: Elliot kann sich direkt zu ihrer Position teleportieren, wodurch sich neue Möglichkeiten für Kämpfe und Erkundung ergeben. Zusätzlich lässt sich Faie von einem zweiten Spieler steuern. Der Koop-Modus wirkt dabei nicht wie ein nachträglich eingebautes Feature, sondern ist sinnvoll in das Spielkonzept integriert. Gerade Fans klassischer Koop-Abenteuer dürften hier auf ihre Kosten kommen.

Atemberaubender HD-2D-Look

Optisch gehört The Adventures of Elliot schon jetzt zu den schönsten Spielen im HD-2D-Stil. Die Mischung aus detaillierter Pixelgrafik, modernen Beleuchtungseffekten und atmosphärischen Umgebungen funktioniert hervorragend. Sonnenstrahlen brechen durch Baumkronen, Wasser reflektiert das Licht und zahlreiche kleine Animationen lassen die Spielwelt lebendig wirken. Besonders beeindruckend ist dabei, wie nahtlos die Action in die Umgebung integriert wird. Anders als bei vielen anderen HD-2D-Titeln steht hier nicht die Nostalgie im Vordergrund, sondern eine moderne Präsentation, die das Beste aus beiden Welten verbindet. Auch technisch hinterlässt die aktuelle Demo einen sehr guten Eindruck. Die Bildrate bleibt stabil und die Ladezeiten fallen angenehm kurz aus.

Enorm viel Potential durch vier verschiedene Zeitalter

Ein weiterer Aspekt, der während des Spiels besonders positiv auffiel, ist das allgemeine Spielgefühl. The Adventures of Elliot schafft es, Exploration, Kämpfe und Rätsel in einem angenehmen Tempo miteinander zu verbinden. Die Welt lädt dazu ein, jeden Winkel zu erkunden, ohne den Spieler ständig mit Markierungen oder Aufgabenlisten zu überladen. Gleichzeitig wirken die Dungeons bislang durchdacht gestaltet und setzen nicht ausschließlich auf Kämpfe, sondern auch auf Umweltpuzzles und den cleveren Einsatz der unterschiedlichen Waffen sowie von Faies Fähigkeiten. Besonders erfreulich ist, dass sich die Entwickler offenbar bewusst gegen unnötige Komplexität entschieden haben.

Statt den Spieler mit unzähligen Systemen zu überfordern, konzentriert sich das Abenteuer auf wenige Kernmechaniken, die bereits in der Demo erstaunlich ausgereift wirkten und nun so richtig ihr Potential zeigen können. Und da diese Qualität über die gesamte Spielzeit gehalten werden kann, ist The Adventures of Elliot: The Millennium Tales nicht nur eines der stärksten HD-2D-Spiele des Studios, sondern auch eine echte Alternative für Fans klassischer Zelda-Abenteuer darstellen. Besonders die Kombination aus Echtzeitkämpfen, Koop-Elementen, Zeitreisen und der wunderschönen Präsentation hebt The Adventures of Elliot bereits jetzt von vielen Genrevertretern ab. Square Enix scheint hier einen interessanten Mittelweg zwischen klassischem Action-Adventure und modernem Rollenspiel gefunden zu haben.

Fazit

The Adventures of Elliot: The Millennium Tales ist wirklich eines der spannendsten HD-2D-Projekte von Square Enix und schöpft das Potential wirklich komplett aus. Die Mischung aus Zelda-inspirierten Action-Adventure-Elementen, einer geheimnisvollen Zeitreise-Geschichte und dem wunderschönen Grafikstil funktioniert hervorragend. Vor allem die dynamischen Kämpfe, die unterschiedlichen Waffen und die kreative Einbindung der Feenbegleiterin sorgen dafür, dass sich das Abenteuer nicht wie ein bloßer Nachahmer anfühlt. Eine wunderbare neue IP von der wir bald sehr gerne noch mehr sehen möchten.

Gesamtwertung: 9/10

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