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Dragon Ball: Sparking! Zero Super Limit Breaking NEO Test/Review

Dragon Ball: Sparking! Zero war bereits zum Release ein enorm umfangreiches Kampfspiel. Die gewaltige Charakterauswahl, zahlreiche Arenen und die chaotischen Duelle im Stil der Budokai Tenkaichi-Reihe machten den Titel zu einem Fest für Fans der Vorlage. Mit Super Limit Breaking NEO erscheint nun eine überraschend große Erweiterung, die neue Figuren, zusätzliche Schauplätze, Kostüme und einen umfangreichen Einzelspielermodus verspricht. Auf den ersten Blick wirkt das Paket beinahe wie eine komplette Sammlung sämtlicher Inhalte, die ursprünglich für mehrere kleinere DLCs vorgesehen waren. Ganze 33 neue Charaktere stoßen zum ohnehin schon riesigen Kader, während neue Arenen und alternative Outfits für zusätzliche Abwechslung sorgen. Der Umfang stimmt also zweifellos. Allerdings stellt sich schnell die Frage, ob die Erweiterung auch spielerisch genug bietet, um ihren vermutlich hohen Preis zu rechtfertigen.

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33 neue Charaktere für einen ohnehin gigantischen Kader

Der größte Pluspunkt von Super Limit Breaking NEO ist eindeutig die enorme Zahl neuer spielbarer Figuren. Die Ergänzungen stammen aus unterschiedlichen Epochen der Dragon Ball-Reihe und umfassen Charaktere aus dem ursprünglichen Dragon Ball, Dragon Ball GT, Dragon Ball Super sowie mehreren Kinofilmen. Eine klare thematische Linie lässt sich dabei kaum erkennen. Statt sich auf eine bestimmte Saga oder Serie zu konzentrieren, versucht die Erweiterung offensichtlich, möglichst viele noch vorhandene Lücken im bestehenden Kader zu schließen. Das führt zu einer ungewöhnlichen Mischung aus bekannten Fanlieblingen, obskuren Nebenfiguren und Charakteren, die vermutlich nicht populär genug für ein eigenes DLC-Paket gewesen wären. Gerade deshalb besitzt die Auswahl aber auch einen gewissen Charme. Figuren wie Devilman oder Super Saiyan Bardock dürften zwar nicht für jeden Spieler ein Kaufgrund sein, erweitern den Kader jedoch um einige überraschende Möglichkeiten. Für langjährige Dragon Ball-Fans, die selbst weniger bekannte Figuren ausprobieren möchten, steckt hier entsprechend viel Potenzial. Spielerisch unterscheiden sich die neuen Charaktere erwartungsgemäß durch individuelle Angriffe, Transformationen und Spezialtechniken. Sparking! Zero lebt ohnehin davon, bekannte Szenen aus Anime und Manga in spektakuläre Duelle zu übertragen. Super Limit Breaking NEO liefert dafür zahlreiche neue Werkzeuge.

Neue Arenen und Kostüme runden das Paket ab

Neben den zusätzlichen Kämpfern enthält die Erweiterung mehrere neue Arenen. Diese fügen sich optisch gut in das Hauptspiel ein und erweitern die Auswahl an zerstörbaren Schauplätzen sinnvoll. Gerade in einem Kampfspiel wie Sparking! Zero, in dem Arenen durch Explosionen, Energieangriffe und gewaltige Transformationen regelmäßig verwüstet werden, sorgt jeder neue Schauplatz für willkommenen Nachschub. Hinzu kommen alternative Kostüme für verschiedene Charaktere. Diese verändern zwar nichts am eigentlichen Gameplay, dürften aber besonders Fans freuen, die bestimmte Outfits aus Anime, Filmen oder Mangas nachstellen möchten. Rein auf den Umfang bezogen ist Super Limit Breaking NEO deshalb ein durchaus umfangreiches Paket. Wer Sparking! Zero regelmäßig im Mehrspieler spielt und einfach mehr Charaktere sowie Arenen sucht, erhält genau das, was er erwartet.

Limit Breaker Journey als große Einzelspielerhoffnung

Deutlich interessanter ist allerdings der neue Modus Limit Breaker Journey. Dieser bildet das eigentliche Herzstück der Erweiterung und soll zusätzliche Langzeitmotivation für Solo-Spieler bieten. Zu Beginn wählt ihr einen beliebigen Charakter aus und schickt ihn auf eine zufällig aufgebaute Reise. Auf einer Weltkarte entscheidet ihr euch zwischen verschiedenen Kämpfen, Ereignissen und Belohnungen. Jeder gewonnene Kampf bringt Erfahrungspunkte und Fähigkeitspunkte, die anschließend in die Werte eurer Figur investiert werden können. Das Ziel besteht darin, euren gewählten Kämpfer immer stärker zu machen und schließlich völlig absurde Leistungswerte zu erreichen. Damit greift der Modus genau jene Übertreibung auf, für die Dragon Ball seit Jahrzehnten bekannt ist. Die Idee, einen Lieblingscharakter kontinuierlich aufzubauen, funktioniert grundsätzlich sehr gut. Gerade schwächere Figuren lassen sich dadurch zu ernst zu nehmenden Gegnern entwickeln, während bereits mächtige Charaktere in völlig neue Sphären vorstoßen. Besonders interessant ist, dass diese verstärkten Kämpfer nicht ausschließlich innerhalb des Modus verwendet werden können. Ihr dürft sie auch in anderen Einzelspieleroptionen und sogar in ungezwungenen Online-Matches einsetzen. Dadurch entsteht eine zusätzliche Motivation, verschiedene Charaktere auszubauen und neue Kombinationen zu testen.

Zufallsprinzip statt sinnvoller Progression

Leider scheitert Limit Breaker Journey an seiner unausgeglichenen Struktur. Die Reise orientiert sich deutlich an Roguelikes. Während eines Durchgangs sammelt ihr temporäre Fähigkeiten, Gegenstände und Verbesserungen. Verliert ihr einen Kampf, gehen diese Boni verloren und der gesamte Durchlauf muss erneut begonnen werden. Grundsätzlich kann dieses System für Spannung sorgen. Jeder Kampf besitzt dadurch Bedeutung und jede Entscheidung auf der Weltkarte kann den weiteren Verlauf beeinflussen. In der Praxis wirkt der Schwierigkeitsgrad jedoch derart unberechenbar, dass Niederlagen oft weniger wie das Ergebnis eigener Fehler und mehr wie reines Pech erscheinen. Manche Gegner verhalten sich nahezu passiv und lassen sich ohne größere Gegenwehr besiegen. Der nächste Kontrahent kann plötzlich extrem aggressiv reagieren, perfekte Konter ausführen und kaum eine Gelegenheit zum Angriff lassen. Besonders problematisch ist, dass die angezeigte Stärke eines Gegners nur bedingt widerspiegelt, wie anspruchsvoll der tatsächliche Kampf ausfällt. Selbst scheinbar einfache Begegnungen können unvermittelt zu einer Wand werden, während als schwierig markierte Duelle überraschend harmlos bleiben. Dadurch fehlt dem Modus ein befriedigender Rhythmus. Statt das Gefühl zu vermitteln, durch bessere Entscheidungen, stärkere Builds und zunehmende Erfahrung kontinuierlich Fortschritte zu erzielen, scheint jeder neue Kampf wie ein Glücksspiel.

Gute Runs zeigen das vorhandene Potenzial

Wenn der Zufall mitspielt, kann Limit Breaker Journey durchaus Spaß machen. Eine gute Kombination aus temporären Fähigkeiten, passenden Ereignissen und fairen Gegnern erzeugt genau jene motivierende Spirale, die man sich von einem solchen Modus erhofft. Der gewählte Charakter wird Schritt für Schritt stärker, neue Fähigkeiten verändern den Kampfstil und jeder Sieg bringt euch dem nächsten großen Kraftsprung näher. Gerade dann zeigt sich, welches Potenzial in dieser Idee steckt. Leider treten solche gelungenen Durchgänge nicht zuverlässig genug auf. Die starken Schwankungen beim Verhalten der KI und die harten Konsequenzen einer Niederlage sorgen regelmäßig dafür, dass der Fortschritt abrupt endet. Eine klassische RPG-Struktur hätte vermutlich besser zum Konzept gepasst. Statt nach jeder Niederlage sämtliche temporären Fortschritte zu verlieren, hätte ein dauerhafter Ausbau des Charakters für mehr Motivation sorgen können.7 Auch fest definierte Schwierigkeitsgrade, wie sie bereits in anderen Modi von Sparking! Zero existieren, hätten viele Probleme gelöst. Spieler könnten dann selbst entscheiden, wie anspruchsvoll ihre Reise sein soll, anstatt ständig von der unberechenbaren KI überrascht zu werden.

Mehr Inhalt, aber keine notwendige Erweiterung

Super Limit Breaking NEO erweitert Dragon Ball: Sparking! Zero spürbar. Der Charakterkader wächst noch einmal deutlich, neue Arenen sorgen für mehr Abwechslung und alternative Outfits bieten zusätzliche Möglichkeiten für Fans der Vorlage. Trotzdem fühlt sich das Paket nicht zwingend notwendig an. Das Hauptspiel war bereits äußerst umfangreich und bot eine riesige Auswahl an Kämpfern und Modi. Wer mit diesem Inhalt zufrieden ist, verpasst hier keinen entscheidenden Bestandteil. Die Erweiterung richtet sich deshalb vor allem an Spieler, die unbedingt weitere Charaktere möchten oder Sparking! Zero regelmäßig spielen. Wer hingegen hauptsächlich auf einen starken neuen Einzelspielermodus gehofft hat, dürfte enttäuscht werden. Limit Breaker Journey besitzt gute Ansätze, wird aber durch seine unausgeglichene Schwierigkeit und die frustrierende Roguelike-Struktur ausgebremst. Gerade weil dieser Modus als zentrales neues Feature beworben wird, fällt seine schwankende Qualität besonders stark ins Gewicht.

Fazit

Dragon Ball: Sparking! Zero Super Limit Breaking NEO ist eine umfangreiche, aber schwer einzuschätzende Erweiterung. Mit 33 neuen Charakteren, zusätzlichen Arenen und zahlreichen Kostümen liefert das DLC-Paket reichlich Nachschub für Fans, die noch mehr Zeit mit dem ohnehin gewaltigen Kampfspiel verbringen möchten. Die Auswahl der neuen Figuren wirkt zwar etwas zusammengewürfelt, enthält aber einige interessante und ungewöhnliche Ergänzungen. Gerade Spieler, die auch weniger bekannte Charaktere aus dem Dragon Ball-Universum schätzen, dürften daran viel Freude haben. Der neue Limit Breaker Journey-Modus enttäuscht hingegen. Seine Grundidee, einen Lieblingskämpfer über mehrere zufällige Abenteuer hinweg immer mächtiger zu machen, passt hervorragend zur Vorlage. Die unberechenbare KI, extreme Schwierigkeitsschwankungen und der vollständige Verlust temporärer Fortschritte verhindern jedoch, dass sich langfristig ein befriedigender Spielfluss entwickelt. Ob sich Super Limit Breaking NEO lohnt, hängt deshalb stark vom Preis und dem persönlichen Interesse an den neuen Charakteren ab. Wer primär wegen des zusätzlichen Kaders zugreift, erhält ein solides und umfangreiches Paket. Wer auf einen überzeugenden neuen Solo-Modus gehofft hat, sollte seine Erwartungen deutlich zurückschrauben.

Dragon Ball: Sparking! Zero Super Limit Breaking NEO

Dragon Ball: Sparking! Zero Super Limit Breaking NEO
82 100 0 1
82/100
Total Score
  • Spielspaß
    90/100 Amazing
  • Grafik
    90/100 Amazing
  • Gameplay
    75/100 Very good
  • Sound
    80/100 Very good
  • Umfang Erweiterung
    75/100 Very good

Positiv

  • 33 neue spielbare Charaktere
  • Limit Breaker Journey besitzt grundsätzlich viel Potenzial
  • Neue Arenen erweitern das Hauptspiel sinnvoll

Negativ

  • Starke und unvorhersehbare Schwierigkeitsschwankungen
  • Roguelike-Struktur sorgt häufig für Frust
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