Mit Stranger Than Heaven wagt RGG Studio spielerisch einige Experimente. Statt einfach das bekannte Action-Kampfsystem der Yakuza- beziehungsweise Like-a-Dragon-Reihe zu übernehmen, entwickelt das japanische Studio ein deutlich technischeres System für seinen neuen Titel. Nachdem die ersten Szenen bei einigen Fans noch Fragezeichen hinterlassen hatten, hat SEGA nun im Rahmen eines ausführlichen Livestreams genauer gezeigt, wie die Kämpfe tatsächlich funktionieren.
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Arme und Beine werden gezielt eingesetzt
Im Mittelpunkt steht Protagonist Makoto Daito, dessen einzelne Gliedmaßen während der Auseinandersetzungen gezielt kontrolliert werden können. Dadurch unterscheidet sich das System deutlich von den vergleichsweise direkten Straßenkämpfen früherer RGG-Spiele. Nach einem Tutorial folgt im Livestream eine rund zwölfminütige Live-Demonstration. Neben der Erkundung der Spielwelt werden dabei vor allem verschiedene Kampfsituationen gezeigt. Selbst Auseinandersetzungen mit Messern sind zu sehen. Entscheidend scheinen vor allem Timing, Distanz und die Wahl der richtigen Angriffe zu sein. Spieler sollen nicht einfach Angriffskombinationen abspulen, sondern stärker darauf achten, wie sie sich positionieren und welche Aktionen sie in der jeweiligen Situation einsetzen. Besonders Kämpfe gegen mehrere Gegner könnten dadurch deutlich anspruchsvoller ausfallen. Gleichzeitig soll die präzisere Kontrolle mehr Möglichkeiten eröffnen, auf unterschiedliche Situationen zu reagieren.
RGG Studio probiert etwas Neues
Das neue Material macht das zunächst kompliziert wirkende System zumindest etwas verständlicher. Dennoch scheint Stranger Than Heaven eine gewisse Eingewöhnungszeit zu verlangen. Gerade Spieler, die das unmittelbare Prügelsystem der Yakuza-Reihe gewohnt sind, dürften sich zunächst an die technischere Herangehensweise gewöhnen müssen. Für RGG Studio ist das gleichzeitig eine Gelegenheit, sich spielerisch von seinen etablierten Marken zu lösen. Statt bekannte Mechaniken lediglich in ein neues Szenario zu übertragen, soll Stranger Than Heaven eine eigene Identität erhalten.
Das ausführliche Gameplay zeigt jedenfalls, dass die Entwickler beim Kampfsystem deutlich mehr vorhaben als eine Variation der bekannten Yakuza-Formel. Ob die Kontrolle einzelner Gliedmaßen am Ende intuitiv genug funktioniert, dürfte eine der spannendsten Fragen rund um Stranger Than Heaven bleiben.

